48. Leipzig Marathon


Tasso Hanke am 20. April 2026

Es sollte ein Dreikampf um den Titel bei den Männern im Marathonrennen werden. Mit Jacob Lange, Nick Ihlow und Habtamu Agumas Geleta standen drei starke Läufer auf der Meldeliste. Einen Tag vor dem Rennen musste Nick Ihlow jedoch aus gesundheitlichen Gründen seinen Start zurückziehen. Somit lief es auf einen Zweikampf hinaus. Dabei waren die Ausgangssituationen sehr unterschiedlich. Jacob kam mit einer neuen Bestleistung von 2:16 Stunden vom Sevilla-Marathon im Februar nach Leipzig. Für Habtamu verlief die Vorbereitung nicht ganz ohne Probleme. Noch im Januar bremste ihn eine Herzgeschichte aus. Nachdem alles medizinisch abgeklärt war, stand einem Neubeginn nichts mehr im Wege. Aber da ist auch noch sein Job mit 36 Stunden in der Woche, der nicht unbedingt förderlich für einen Marathon ist. Am 1. April wechselte er den Arbeitgeber, was ebenfalls eine Umstellung war. Trotz allem konnten am Ende wieder die üblichen Trainingsprogramme absolviert werden, aber die Kompensation ist natürlich nicht gegeben wie bei anderen. Noch an der Startlinie sprachen sich beide Sportler ab und gingen das Unternehmen Leipzig-Marathon gemeinsam an. Auch der Wettergott drohte für diesen Zeitraum (8:00–15:00 Uhr) nicht mit besten Aussichten. Pünktlich um 9:30 Uhr fiel der Startschuss.

Mit einem gleichmäßigen Tempo von 3:20 legten beide ordentlich los. Die Leipziger Strecke ist aber auch keine Rekordstrecke, da man bis zum Völkerschlachtdenkmal erst einmal stetig bergauf läuft und immer Gegenwind hat. Trotzdem hielten beide das Tempo hoch und passierten den Halbmarathon nach 69:10 Minuten. Bis Kilometer 26 konnte Habtamu den Anschluss halten, dann setzte sich Jacob Stück für Stück ab.

Nun wurde es schwer und der Abstand vergrößerte sich stetig. Trotzdem waren die Zwischenzeiten immer noch gut und es sah nach einer persönlichen Bestleistung aus.

Aber ein Marathon entscheidet sich ab Kilometer 30 – und so sollte es auch dieses Mal wieder sein. Die Strecke forderte ihren Tribut. Der Sieger Jacob Lange passierte nach 2:17:43 Stunden das Ziel. Habtamu erreichte einen starken zweiten Platz in 2:25:33 Stunden. In den letzten zwei Jahren hätte diese Zeit jeweils zum Sieg gereicht, somit war man trotz allem sehr zufrieden mit der Leistung. Platz drei ging an Hans Appel in 2:28:47 Stunden.

Über 10 Kilometer hatte sich auch der deutsche Vizemeister aus der Halle über 800 Meter, Rocco Martin, angemeldet. Auf einer für ihn unüblichen Strecke konnte er sich trotzdem mit 33:53 min eine neue PB laufen.
Seine erste Einschätzung nach dem Rennen: „Ich hätte mir mehr zutrauen sollen und mal auf die Worte des Trainers hören sollen.” Bei strömendem Regen mussten die Athleten hier noch mit zusätzlichen schweren Bedingungen kämpfen.

Herzlichen Glückwunsch den beiden Athleten für ihre gezeigten Leistungen.

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