Robert Farken mit Gold bei den „FINALS“


Tasso Hanke am 27. Juli 2026

Robert Farken war der deutsche Meister mit Ansage – so war die Ausgangssituation für ihn bei den Meisterschaften in Wattenscheid. Noch in der Nacht vor dem Vorlauf hatte er Besuch von der NADA. Inzwischen ist auch bei den Leichtathleten angekommen, dass sie sich rund um die Uhr zur Verfügung halten bzw. ihren Aufenthalt immer wieder aktualisieren müssen. Doch auch das schreckte Robert nicht ab. Dann hatte sein Flieger von Zürich eine Stunde Verspätung, doch auch das brachte ihn nicht aus der Ruhe. So blieben zwischen seiner Ankunft im Hotel und der Abfahrt ins Stadion nur knapp zwei Stunden. Alles war getaktet und das Unternehmen Titelverteidigung konnte beginnen.

Im zweiten Vorlauf über 1500 m hielt sich Robert anfänglich am Ende des Feldes auf, ehe er in der dritten Runde stetig nach vorn lief und 400 m vor Schluss die Führung übernahm.

Damit war der Vorlauf abgehakt.

Für unseren zweiten Teilnehmer, Rocco Martin, sah es nach der Ansetzung der Halbfinals ähnlich gut aus. Noch bei den Hallenmeisterschaften in Dortmund hatte Rocco mit mentaler Stärke überzeugt. Doch diesmal sollte es nicht sein Tag werden. Er fand nicht richtig ins Rennen und befand sich eingangs der Zielgeraden an sechster Stelle. Dies reichte nicht mehr für die erforderlichen großen Qs nach ganz vorn. Schade, denn er hatte mit dem Endlauf gerechnet. Nun heißt es, den Mund abwischen und den Fokus auf die anstehenden Rennen richten. Noch ist die Saison nicht vorbei. Im 800-Meter-Endlauf am Sonntag hätte er sicherlich eine gute Rolle spielen können. Nun muss man schauen, was die Zukunft bringt.

Am Sonntag standen schließlich die Finals über 1500 Meter auf dem Programm. Mit am Start war natürlich auch Robert. Das Rennen wurde von Beginn an schnell gemacht und Robert übernahm nach 800 m die Spitze. Die Zwischenzeiten deuteten auf einen Meisterschaftsrekord hin. Den aktuellen Rekord hält Robert selbst und er wollte ihn in seiner aktuellen Verfassung verbessern. Schnell lief Robert einen Vorsprung von 5 bis 6 Metern heraus und setzte sich immer weiter vom Feld ab. Mit 3:35,33 Minuten blieb Robert nur knapp über dem Meisterschaftsrekord.

Nächster Halt: Birmingham EM. Noch am Abend ging es Richtung Flughafen Düsseldorf. Denn schon am Montagmorgen ging der Flieger zurück ins Höhentraining nach St. Moritz. Jetzt kommt der Feinschliff. Wenn man seinen Worten im Interview Glauben schenken darf, will er am 15.08. über 1500 m ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitreden. Wir gratulieren Robert recht herzlich zum Deutschen Meistertitel und wünschen ihm alles Gute für die Vorbereitung auf die EM.

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