DM Junioren U23

Finale ohne Happy End…


Tasso Hanke am 25. Juli 2022

Am Ende konnte Lilly Empl trotzdem wieder lachen, aber der Reihe nach. Am vergangenen Wochenende fanden im Lohrheidestadion/Wattenscheid  die DM der U23 statt. Schon unter der Woche gab es keine guten Nachrichten. Nach Platz 2 im Berliner Olympiastadion wollte Rocco bei den U23 nun endlich auch noch den Titel eines Deutschen Meisters holen. Doch in der letzten schnellen Trainingseinheit war es passiert. Eine Verletzung im Beuger brachte das schnelle Aus. Die Enttäuschung war groß, lief es doch im Training zuletzt wieder richtig gut. Aber Rocco ist noch jung und wird auch in den kommenden Jahren in der 800m-Szene Deutschlands eine gute Rolle spielen.

Somit waren Michelle Rädler und Lilly Empl unsere Starter an diesem Wochenende. Für Michelle waren es so zusagen zusätzliche Meisterschaften, nachdem sie ja am vergangenen Wochenende in Ulm schon performt hat.

Im Vorlauf über 100m spulte sie in gewohnter Form ihr Programm ab und qualifizierte sich direkt für das Halbfinale. Doch dort war dann dieses Mal Schluss. Nach den vielen Rennen der letzten Wochen und den doch erheblichen Reisekilometern fehlte diesmal einfach die notwendige Spannung. Damit darf sie jetzt in den wohlverdienten Urlaub gehen.

Für Lilly Empl war es nach zwei Jahren ohne Deutsche Meisterschaften dann endlich mal wieder ein Einzelstart. Sehr schnell in der Saison hatte sie die erforderliche Norm abgehakt, und konnte zuletzt eine PB nach der anderen aufstellen. Mit 14,21 sec war sie im Bereich der Endlaufteilnehmer. Entsprechend motiviert ging sie diese Meisterschaft an.

Im letzten Vorlauf über 100m Hürden der Frauen war sie dann auch dran. Und schon da deutete sich an, wenn sie einen vernünftigen Lauf erwischt, sollte es fürs Finale reichen. Doch gleich zwei Fehler ließen das Unternehmen in Frage stellen. Schon am Start ließ sie einiges liegen. Doch in einem starken Lauf konnte Lilly den Rückstand einigermaßen zulaufen. Doch dann blieb sie mit einigen Problemen an Hürde 7 und 8 hängen, und kam somit aus dem Rhythmus. Im Ziel standen dann 14,24 sec im Protokoll und Platz 9.

Somit machten wir uns langsam Richtung Bus auf den Heimweg. Ein letzter Kontrollblick in die Ergebnislisten ließen dann jedoch noch einmal Freude aufkommen, hatte doch eine Sportlerin auf die Finalteilnahme verzichtet.  Somit rückte Lilly nach.  Jedoch war die Vorbereitungszeit diesmal deutlich kürzer.  Hoch motiviert stand sie dann im Startblock. Wollte sie doch ihren schlechten Start aus dem Vorlauf vergessen machen. Und so kam es wie es kommen musste, und die Kampfrichter zeigten Lilly die rote Karte.

Damit hatte das Finale nicht das gewünschte Happy End.  Für Lilly gilt es nun noch einmal volle Konzentration auf den MK. Denn dort hat sie noch die Möglichkeit, sich für die Deutschen Meisterschaften am letzten Augustwochenende zu qualifizieren. 

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