DM Halle Männer/Frauen

Rocco Martin belohnt sich mit Silber


Tasso Hanke am 02. März 2026

Mit zwei Sportlern waren die MoGoNo-Leichtathleten am vergangenen Wochenende in Dortmund bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften vertreten. Der Plan war: zwei Sportler, drei Starts – und im Idealfall zwei Medaillen.

Den Auftakt am Freitag machte unser WM-Teilnehmer Robert Farken über 3000 m der Männer. Er fühlte sich gut und war bereit. In einem großen Teilnehmerfeld von 22 Sportlern wurde sofort ein schnelles Tempo angeschlagen. Robert konnte das Tempo locker mitgehen und lag dabei immer auf dem dritten Platz. Nach etwa der Hälfte der Strecke hatten sich mit Florian Bremm, Frederik Ruppert und Robert drei Athleten etwas abgesetzt. Die Zwischenzeiten liefen auf 7:40 min hinaus. Bei 2100 m gab es dann jedoch eine Schrecksekunde für die MoGoNo-Anhänger. Robert musste das Rennen aufgeben, da er ein Ziehen im Oberschenkel verspürte. „Da hat einfach der Beuger zugemacht und ich konnte keinen vernünftigen Schritt mehr laufen.” Schade, somit lief der Endkampf auf ein Duell hinaus.
In 7:42 min ging der Sieg dann an Florian Bremm. Herzlichen Glückwunsch! Wir hoffen, dass es keine größere Verletzung ist, und wünschen Robert alles Gute und eine schnelle Genesung.

Nun lag die Last bei Rocco. Er hatte sich ein Mammutprogramm ausgesucht. Um 12:12 Uhr stand das Halbfinale über 800 m an. Er musste in seinem Lauf unbedingt Zweiter werden, um sich für das Finale zu qualifizieren. Sein letzter großer 800-Meter-Lauf war das Finale 2022 in Berlin bei den Finals. Seitdem war er ausschließlich auf der 400-Meter-Strecke präsent. Erschwerend kam hinzu, dass nur 90 Minuten später schon das Halbfinale über 400 m geplant war. Rocco hielt sich anfangs zurück, konnte dann aber auf den letzten 300 m seine Schnelligkeit nutzen und sich somit einen ungefährdeten Einzug ins 800-m-Finale sichern.

Im zweiten Halbfinale über 400 Meter ging es für Rocco gleich wieder gegen seinen Dauerrivalen Lukas Krappe aus Berlin. Mit dem 800-Meter-Halbfinale in den Beinen fehlten Rocco am Ende 4/100 Sekunden, um sich für das 400-Meter-Finale zu qualifizieren. Das war schade, aber damit war die Entscheidung gefallen, in welchem Finale er am Sonntag an den Start ging. Hier wäre der Abstand nur 60 Minuten gewesen, das wäre dann nicht möglich gewesen.

Im Finale am Sonntag über 800 m war das Ziel eine Medaille. Als Zweitschnellster der Meldeliste waren die Chancen dafür sehr groß. Trotz der letzten Monate mit Prüfungen in der Ausbildung und Praktika mit bis zu 12-stündigen Diensten bei der Landespolizei hatte Rocco die Hallensaison sehr fokussiert bestritten.
Mit wenigen Starts hatte er sein Potenzial über 400 m bis 800 m in Deutschland angedeutet. Der Bundestrainer für die 400 m wird darüber hinaus noch in dieser Woche sein Team für die Weltmeisterschaften im Staffelrennen zusammenstellen.

Nun aber zum Finale. Uns war bewusst, dass Alexander Stepanov der klare Favorit war. Wir wollten das Finale jedoch so lange wie möglich offen gestalten. Doch was dann nach dem Startschuss abging, übertraf unsere Vorstellungen. Stepanov lief vom Start weg ein hohes Tempo. Rocco hatte mit Bahn 5 und doppelter Belegung nicht die besten Voraussetzungen und musste erst einmal 80 m warten, bis er seinen Bahnnachbarn überholen und sein Tempo laufen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war der Abstand nach ganz vorn allerdings schon zu groß. Somit lief Rocco ein einsames Rennen auf dem zweiten Platz. Die Durchgangszeiten waren verdammt schnell. Eingangs der letzten Runde machten dann doch seine Beine zu und Rocco musste alle Reserven mobilisieren, um den zweiten Platz ins Ziel zu bringen.
Mit drei intensiven Läufen innerhalb von 27 Stunden war das Programm geschafft und der Lohn Silber.

Damit belohnst du dich, Rocco, für eine starke Hallensaison. Wir gratulieren dir sehr herzlich und wünschen dir für die Freiluftsaison alles Gute.

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